TTF Altshausen

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Bescheiden in die nächste Tischtennis - Saison

 

Die über 2000 Jahre alte griechische Ikarus-Sage geht davon aus, dass es problematisch heiß werden kann, wenn man der Sonne zu nahe kommt. Bei den Tischtennisfreunde Altshausen war es gerade umgekehrt – sie haben sich kalte Füße geholt. An das erfolgreichste Jahr der langen Vereinsgeschichte mit dem erstmaligen Aufstieg in die Oberliga plus zwei weiteren Aufstiegen der Mannschaften IV und V reihte sich eine bittere Saison, aus der lediglich positiv zu vermelden ist, dass die 2. Mannschaft in der Landesliga einen stolzen vierten Platz belegt hat. Ansonsten umfasst die unerfreuliche Bilanz einen Abstiegsplatz in der Oberliga, die Abmeldung des Bezirksliga-Teams sowie Abstiegsplätze in den Kreisligen A und B.

Wie ist das zu erklären? Die TTF Altshausen verfolgen seit einigen Jahren ein stringentes Konzept: Neue Spieler werden nicht durch finanzielle Zuwendungen angelockt, sondern durch ein umfassendes Paket, das von einem sicheren Arbeitsplatz, Hilfe bei der Wohnungssuche, Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache bis hin zur Begleitung bei Behördengängen und Arztbesuchen reicht. Bis zur Verbandsliga war diese Vorgehensweise tragfähig. Nach dem Aufstieg in die Oberliga wurden den Tischtennisfreunden zwar über 90 Spieler angeboten, von Oberligastärke bis Bundesligastärke. Doch ein Merkmal hatten fast alle gemeinsam: sie wollten nur zum Match anreisen und natürlich entsprechend honoriert werden. Nur vier Spieler wagten den Versuch, hier zu arbeiten und zu leben. Zweien war nach kürzester Zeit die Arbeit zu schwer und sie gingen in ihre Heimatländer zurück. Zwei junge Spieler sind geblieben: ein Pole und ein Deutscher, die sich glänzend am Arbeitsplatz bewähren und sich bestens in den Verein integriert haben. Da parallel zwei Spieler die 1. Mannschaft verließen, blieb die erhoffte Verstärkung aus – ein Effekt, der sich durch den ganzen Verein zog. So kam es, dass alle 5 Mannschaften Mühe hatten, sich in ihren Klassen zu behaupten. Da zahlreiche Ausfälle durch Verletzungen hinzukamen, musste in der Rückrunde gar eine Mannschaft aus dem Spielbetrieb genommen werden, um die Lücken in den anderen Mannschaften zu stopfen.

Wer Sport treibt, der will Erfolge sehen. Bleiben diese über längere Zeit aus, dann leiden Selbstbild und Motivation. Gerade Tischtennisspieler können schon bei jedem Ballwechsel erkennen, was gelingt und was nicht. Sie haben Bilanzen und TTR – Punkte, an denen sie ihren Leistungsstand ablesen können. Sind die Bilanzen negativ und werden die TTR-Punkte weniger, so leiden Spielfreude und Trainingseifer. Diese Entwicklung war auch bei den Tischtennisfreunden nicht aufzuhalten. Anstatt ganz generell die Trainingsintensität zu erhöhen, fasste nur ein Teil der Spieler diesen Entschluss. Andere ließen sich entmutigen und trainierten weniger als in der Verbandsliga. Verständlich, dass es verlockend ist, in der Oberliga zu spielen. Aber vielleicht wäre die Stimmung besser und die Spielfreude größer gewesen, wenn mehr Begegnungen gewonnen worden wären, auch wenn es „bloß“ ein weiteres Jahr in der Verbandsliga gewesen wäre, die man in der Saison zuvor ohne Niederlage durchlaufen hatte.

Wie geht es bei den TTF Altshausen weiter? Das ist in jedem Jahr wie in jedem anderen Verein die gleiche Frage. Manche Spieler werden älter, andere wechseln den Arbeitsplatz, dritte beginnen ein Studium. Neue Spieler in einer Krisenzeit zu einem Vereinswechsel zu bewegen, das dürfte wenig aussichtsreich sein. So ist für die kommende Saison die Richtung klar: jede der vier verbliebenen Mannschaften sollte in einer Klasse spielen, in der sie gut mithalten kann. Denn letztendlich sind Erfolge im Sport durch nichts zu ersetzen!

 

 

 


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bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften

haben Wolfgang Jagst und Klaus Kramer hervorragend abgeschnitten.