++ + Man ist besser dran mit einem intelligenten Feind als mit einem stupiden Freund (Ben Gurion (1886-1973) - israelischer Premierminister) +++


 
   

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 Regeln
  Internationale Tischtennis-Regeln: Teil A  Teil B

 Wettspielordnung  DTTB, Ausführungsbestimmungen TTVWH 

  

Achtung!  Auch Booster sind verboten!
Der Tischtennis-Weltverband ITTF hat während der Olympischen Spiele in Peking
gegenüber den dort startenden Tischtennisspielern eine schriftliche Erklärung zum
Themenkreis ’Kleben’ abgegeben. Die in der Stellungnahme angesprochenen
Punkte gelten analog für den Bereich des DTTB.
Erklärung der ITTF    -    Hintergrund
Wir möchten Ihre Aufmerksamkeit auf die in Guangzhou getroffene Entscheidung
richten, die ab 01. September 2008 gilt (Regel 2.4.7)
2.4.7 Das Belagmaterial sollte so verwendet werden, wie es von der ITTF genehmigt
wurde, d.h. ohne irgendeine physikalische, chemische oder sonstige Behandlung,
welche die Spieleigenschaften, Reibung, Aussehen, Farbe, Struktur, Oberfläche usw.
verändert.
Das bedeutet ein absolutes Verbot für die Verwendung von sog. ’Boostern’ (Tunern,
Verstärkern o.ä.). Booster haben den Zweck, etwas zu verändern – wenn dies nicht
so wäre, was sonst würde damit beabsichtigt werden? Möglicherweise stellen Sie
fest, dass behauptet wird, solche Produkte seien harmlos, von der ITTF erlaubt oder
ohne VCs (flüchtige Bestandteile). Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass das
wahr ist. Bitte seien Sie äußerst misstrauisch, da sie in der Regel
gesundheitsschädlich sind und in manchen Fällen sogar Gift enthalten.
Bei den Tests wird der gesamte Belag (Obergummi und Schwammunterlage)
getestet, auch wenn Booster nur auf den Schwamm aufgetragen werden; sie
verändern die Spieleigenschaften des gesamten Belages.
Booster stellen eine unsaubere, zeitraubende, teure, ungesunde und jetzt illegale
Möglichkeit dar, Effet und Geschwindigkeit zu erreichen, und Sie könnten in einem
Turnier erwischt werden. Für den gleichen Zweck gibt es andere, bessere Methoden.
Denken Sie daran:
Als Spieler sind Sie verantwortlich dafür, einen ’sauberen’ Schläger zu benutzen, d.h.
ohne VCs und mit der richtigen Dicke. Lüften Sie Ihren neuen Belag außerhalb der
Plastikumhüllung mindestens 72 Stunden, bevor Sie ihn kleben. Verwenden Sie nur
Kleber auf Wasserbasis oder Klebefolien (PSA). Führen Sie nach Möglichkeit stets
einen Reserveschläger mit sich.
 
Bei Turnieren wird mit einem ’enez’-Gerät auf VCs getestet. Es kann sehr kleine
Mengen von Lösungsmitteln feststellen und zeigt zu große Mengen durch ein rotes
Licht an. Es gibt auch bereits neuere Versionen, die empfindlicher sind als die
derzeitige Ausführung und Booster aufspüren können. An manchen Orten wird zur
Unterstützung ein noch empfindlicheres Gerät mit der Bezeichnung RAE eingesetzt.
Das Testen der maximalen erlaubten Dicke (= 4,00mm) wird künftig schärfer als
bisher geschehen, da genauere Messgeräte zur Verfügung stehen. Unsere
Technische Broschüre T4 sagt zur Höchstgrenze der Dicke: „Auf keinem Teil der
Spielfläche des Schlägerbelags sollte diese überschritten werden.“
Wir alle arbeiten für einen sauberen Sport, und wir möchten, dass Sie jetzt noch
mehr Freude an unserem Sport haben.
Mit freundlichen Grüßen
Odd Gustavsen
Vorsitzender des Materialkomitees der ITTF


Handlungsrichtlinie Klebekontrollen des DTTB
Schiedsrichterausschusses
FrankfurtMain. Der DTTB-Schiedsrichterausschuss hat jetzt eine so genannte "Handlungsrichtlinie Klebekontrollen" herausgegeben. Hintergrund: Die ITTF schaffte am 25. Mai die Zulassung von Klebern ab und veröffentlichte mit Wirkung vom 30. Juli zudem eine neue Kleberegelung. Der DTTB-Hauptausschuss erließ auf dieser Grundlage am 31. August ergänzende Bestimmungen für den Bereich des DTTB. Zielstellung der gesamten neuen Kleberegelung ist das Verbannen flüchtiger Lösungsmittel aus dem Tischtennissport, um die Gesundheit der Spielerinnen und Spieler zu schützen. Am kommenden Wochenende werden beim Top 48 der Schüler in Hude, der ersten Bundesveranstaltung im Nachwuchsbereich in dieser Spielzeit, die ersten Klebekontrollen auf Bundesebene durchgeführt.

Ausgangslage

Kernpunkte der neuen Regel im Bereich des DTTB sind:

  • Durchführung von Kontrollen auf flüchtige Lösungsmittel ab 1. September 2007 im Nachwuchsbereich
  • Durchführung von Kontrollen auf flüchtige Lösungsmittel ab 1. September 2008 im Erwachsenenbereich
  • Kontrollen nur durch dafür von der zuständigen Stelle eingesetzte geprüfte Schiedsrichter
  • Freiwillige Kontrollen möglichst vor Turnierbeginn oder vor einem Meisterschaftsspiel, bei positivem Befund einmalige Möglichkeit des Schlägerwechsels
  • Kontrollen möglichst vor dem Spiel, bei positivem Befund einmalige Möglichkeit des Schlägerwechsels
  • Kontrollen nach dem Spiel nur in begründeten Verdachtsmomenten nach Entscheidung des Oberschiedsrichters, bei positivem Befund Verlust dieses einen Spiels

Grundsätze für die Klebekontrollen

  • Die Kontrollen werden stichprobenartig durchgeführt.
  • Auswahl der zu testenden Schläger nach dem Zufallsprinzip durch den Oberschiedsrichter
  • Die Kontrollen finden ausnahmslos im jeweiligen Spielraum (der Box), möglichst vor dem Einspielen, statt.
  • Der betroffene Spieler muss den Test verfolgen.
  • Ein negativ getesteter Schläger bleibt auf dem Spieltisch liegen, damit er nicht ausgewechselt werden kann.
  • Ein positiv getesteter Schläger wird nicht konfisziert, er verbleibt beim Spieler bzw. muss ausgewechselt werden (nur ein neuer Schläger möglich).

Allgemeine Hinweise

  • Wird ein Spieler beim Kleben ’erwischt’ **, ist dies kein Beweis für die Verwendung flüchtiger Lösungsmittel, genauso wenig wie ausströmender Klebergeruch am Schläger oder das Geräusch beim Schlagen.
  • Lösungsmittel sind nicht nur in Klebern enthalten, sondern auch im Belag selbst, in Belagreinigern oder auch im Kantenband. All diese Dinge können zum positiven Test führen.
  • Die Nutzung eines Schlägers, der positiv getestet wird, ist verboten, unabhängig davon, was zu dem Positivtest geführt hat.

(**Anmerkung: Wird ein Spieler in einem umschlossenen Raum beim Kleben erwischt, so kann dies nach wie vor eine Disqualifikation nach den bestehenden Regelungen nach sich ziehen.)

Kontrollen mit dem enez-Testgerät

  1. Gerät einschalten.
  2. Kalibrierung abwarten (ca. 2 Minuten) bis Anzeige ’ready to measure, insert racket’ erscheint.
  3. Schläger einlegen.
  4. Testvorgang 1 Minute, Gerät zeigt Countdown an.
  5. Der Test ist beendet, die Anzeige leuchtet grün (= negativer Test), der Text heißt ’racket passed, ok, clean’, das Testgerät ist sofort wieder einsetzbar.
  6. Der Test ist beendet, die Anzeige leuchtet rot (= positiver Test), der Text heißt ’Racket failed, VOCs present’, das Testgerät muss kurz entlüften und zeigt an, wann es wieder benutzt werden kann.

Frankfurt am Main, den 23. Oktober 2007

Michael Zwipp
DTTB-Schiedsrichterausschuss
 



Amtliche Bekanntmachung zum Kleben: Jeder Spieler ist selbst verantwortlich
Lausanne/Frankfurt. Aufgrund einer nicht bestätigten, möglicherweise auf die Verwendung von Klebern zurückzuführenden Erkrankung, die sich vor kurzem in Japan ereignete, befasste sich das Board of Directors (BoD) der ITTF auf seiner Sitzung am 25. Mai 2007 in Zagreb mit dieser Frage. Das Exekutivkomitee der ITTF schlug eine Reihe von Empfehlungen vor, um mögliche weitere mit Kleben zusammenhängende Gesundheitsprobleme auszuschließen.
Nach einer Mehrheitsentscheidung des BoD der ITTF sind Kleber, die schädliche flüchtige Verbindungen enthalten, mit sofortiger Wirkung nicht mehr von der ITTF zugelassen. Obwohl das BoD glaubt, dass die gegenwärtigen Anteile flüchtiger Verbindungen in Klebern, die zur Befestigung von Gummibelägen auf dem Schlägerblatt verwendet werden, sehr gering sind und bei korrekter Anwendung in einem belüfteten Bereich kein ernstes Gesundheitsrisiko für die Spieler bedeuten, ist man doch der Ansicht, dass eine längere Verwendung solcher Kleber negative gesundheitliche Folgen haben könnte. Daher informiert die ITTF alle Spieler und Nationalverbände, mit sofortiger Wirkung die Verwendung von Klebern einzustellen, die schädliche flüchtige Verbindungen (VCs) enthalten. Das schließt Kleber mit organischen und anorganischen flüchtigen Verbindungen außer Wasser ein.
Verwendung auf eigene Gefahr
Es liegt in der Verantwortung jedes Spielers oder – bei Minderjährigen – seiner Eltern, Kleber, die schädliche VCs enthalten, nicht mehr zu verwenden. Jeder Spieler, der sie dennoch verwendet, tut das auf eigene Gefahr, und die ITTF kann für Folgen oder schädliche Auswirkungen, die auf Verwendung solcher Kleber zurückzuführen sind, nicht verantwortlich gemacht werden. Es wird dringend empfohlen, Kleber auf Wasser-Basis zu benutzen, die frei von schädlichen flüchtigen Verbindungen sind. Dabei ist zu beachten, dass einige Kleber auf Wasser-Basis durchaus schädliche Verbindungen enthalten und daher vermieden werden sollten.
Die ITTF wird Herstellern und Lieferanten empfehlen, eine Liste erhältlicher Kleber zu veröffentlichen, die keine schädlichen flüchtigen Verbindungen enthalten. Alle bestehenden ITTF-Zulassungen von Klebern werden mit sofortiger Wirkung zurückgezogen. Das gilt für alle zurzeit auf dem Markt befindlichen Kleber. Die ITTF stellt die Zulassung aller Arten von Klebern mit sofortiger Wirkung ein. Allerdings wird das aktuelle Schlägertest-Programm, das die Menge von VOCs in einem Schläger kontrolliert, und die entsprechende Protokollierung weiterlaufen, um die Gesundheit der Spieler zu schützen.
ITTF testet im Jugendbereich ab Januar
Per 1. Januar 2008 für Jugend-Veranstaltungen der ITTF (U18) und per 1. September 2008 für alle anderen ITTF-Veranstaltungen wird die ITTF ein neues Schlägertest-Programm umsetzen, um sicherzustellen, dass alle von Spielern benutzten Schläger frei von flüchtigen Verbindungen außer Wasser sind.
Darüber hinaus hat das BoD zugestimmt, dass mit Wirkung vom 25. Mai 2007, falls ein nachgewiesener schwerer Gesundheitszwischenfall eintritt, der von einem von der ITTF anerkannten ärztlichern Gremium (wie vom BoD definiert) bestätigt wird, Folgendes geschieht: Die ITTF wird das neue Testprogramm (VC-frei außer Wasser) sofort zu dem Datum einführen, an dem der Zwischenfall bestätigt wird, und ebenfalls ab diesem Datum werden Sanktionen bei nicht bestandenen Tests fällig.
Die ITTF bittet alle beteiligten Gruppierungen – Spieler, National- und Kontinental-Verbände, Hersteller und Eltern – eindringlich, entsprechend zu handeln.
Adham Sharara, ITTF-Präsident
Deutsche Übersetzung*: Hans Giesecke
Anmerkungen der ITTF*
Nationaler Termin
Jeder Nationalverband entscheidet selbst, ab wann er das neue Testprogramm auf nationaler Ebene umsetzt.

Hersteller
Die ITTF ist sich klar darüber, dass die Hersteller für verschiedene Bestandteile des Schlägers Kleber benötigen. Das ist eine Anwendung von Klebern auf Herstellungsebene. Es liegt daher in der Verantwortung der Hersteller, die Sicherheit ihrer Angestellten zu gewährleisten und den nationalen Maßstäben ihres eigenen Landes zu folgen, um die Gesundheit ihrer Angestellten vor zu großer Einwirkung schädlicher flüchtiger Verbindungen zu schützen.
Die Hersteller sind auch dafür verantwortlich, all ihre Produkte vor dem Verpacken ordentlich zu lüften, um sicherzustellen, dass alle bestehenden schädlichen flüchtigen Verbindungen verdunstet und nicht in der Verpackung eingeschlossen sind.

Spielerinnen und Spieler 
Die ITTF wird bei Veranstaltungen den vollständigen Schläger testen – so, wie er vom Spieler verwendet wird. Es liegt in der Verantwortlichkeit der Spieler sicherzustellen, dass ihr Schläger frei ist von schädlichen flüchtigen Verbindungen. Die ITTF wird den Spieler direkt für jeden nicht bestandenen Test verantwortlich machen und ihre Regeln entsprechend anwenden. Die Spieler müssen sicherstellen, dass ihr Schläger, Schlägerbelag, Klebemittel und alle anderen Teile des Schlägers keine schädlichen flüchtigen Verbindungen enthalten. Das kann erreicht werden, indem der Schläger und alle seine Bestandteile bis zu 72 Stunden lang ordentlich gelüftet werden.
 

Materialzulassung für den Bereich des DTTB 
Grundsätze

Mit Beginn der Spielzeit 2000/2001 hat der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) sein Zulassungsverfahren für Schlägerbeläge und Bälle abgeschafft. Die Zulassung der Schlägerbeläge und Bälle ist damit unabdingbar an die Zulassung des Internationalen Tischtennis-Verbandes (ITTF) geknüpft. Zur Übersicht über die zugelassenen Materialien verweisen wir auf die entsprechenden Listen des Weltverbandes ITTF (Beläge, Bälle und Tische).

Übergangsweise gab es eine weitere Belagliste, die Liste 28B, die vom 1. Oktober 2007 bis 31. März 2008 gültig war und Hinweise auf das Material enthielt, das voraussichtlich ab dem 1. Juli 2008 keine ITTF-Zulassung mehr erhalten wird. Die endgültige Information darüber enthält die neue Liste Nr. 29 die Anfang April veröffentlicht wurde. Die betroffenen Beläge sind dort weiterhin mit einem schwarzen Kreuz und grüner Schrift gekennzeichnet.

Hier kann geprüft werden ob der Belag erlaubt ist:
Zur Liste 29

 
Schiedsgericht  

Doppelte Spielberechtigung (Juli 2008)
Der TSV Untermberg hatte Einspruch gegen die Entscheidung der Geschäftsstelle eingelegt,
dem Spieler Mikulec die Spielberechtigung aufgrund einer weiteren Spielberechtigung in Kroatien zu entziehen.
Das Schiedsgericht weist den Einspruch des Vereins als unbegründet zurück. Der TTVWH
Habe die Spielberechtigung sofort zu widerrufen, sobald er verbindliche Kenntnis davon erhält, dass die Spieler auch die Spielberechtigung für einen anderen Verein im In- und/oder Ausland besitzt. Ein Ermessensspielraum ist für den TTVWH nicht vorhanden.
Auf den offiziellen Internetseiten des kroatischen Tischtennisverbandes ist eine Spielberechtigungsliste mit dem identischen Spieler veröffentlicht, zudem spielte der Spieler für den kroatischen Verein. Die Einwendung des TSV Untermberg, der kroatische Verein habe den TSV Untermberg über den Einsatz des Spielers Mikulec nicht unterrichtet, ist unbeachtlich. Dies stellt keine Entlastung des TSV Untermberg dar. Für die Prüfung, ob eine weitere Spielberechtigung besteht, ist immer der wechselantragstellende Verein - in diesem Fall der TSV Untermberg - zuständig.

 

 
 

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